Fachstellen und Spezialangebote

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Diagnostik

Die diagnostische Abklärung beginnender psychotischer Störungen umfasst eine ausführliche persönliche Anamnese mit der genauen Erhebung der persönlichen, schulischen und psychosozialen Entwicklung. Der vergangene oder aktuelle Konsum von Drogen soll dabei ausführlich erhoben werden. Gewisse Substanzen können das Psychoserisiko erhöhen, wie beispielsweise der bei Jugendlichen sehr verbreitete Konsum von Tetrahydrocannabinol oder anderen synthetischen Drogen. Die Familienanamnese erfasst mögliche familiäre Vorbelastungen mit psychiatrischen Erkrankungen.  Das Erfassen von prämorbiden und komorbiden psychiatrischen Störungen ist sehr wichtig. Vorbestehende Störungen gehen mit einem erhöhten Risiko einher, an einer psychotischen Störung zu erkranken.

Neuropsychologische Testungen und eine Leistungsdiagnostik (Intelligenztestung) können besonders bei Kindern und Jugendlichen in Ausbildung hilfreich sein. Dabei können Teilleistungsstörungen oder kognitive Defizite erfasst werden, die schon vorbestehend waren oder innerhalb einer psychotischen Entwicklung entstanden sind. Die Durchführung einer somatischen Untersuchung mit Labor, EEG und Schädel-MRI erachten wir für sehr wichtig, um mögliche organische Ursachen ausschliessen zu können.